Sam (Max von Sydow) besitzt die Gabe, anderen Menschen ihr Glück zu rauben. Als einziger Überlebender eines Konzentrationslagers ist er der Stärkste in einer Gruppe von Menschen mit dieser Fähigkeit. Sie messen ihr Glück in lebensgefährlichen Spielen und vereinen so das Glück ihrer Kontrahenten auf sich. Die Besten stellen sich beim Russischen Roulette dem ultimativen Duell mit Sam. Doch niemand hat mehr Glück als Sam.
Als der Gangster Tomas als einziger einen schweren Flugzeugabsturz überlebt, scheint sich doch noch ein ebenbürtiger Gegner für Sam zu finden…

In der Presse

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Intacto

von Michael Staiger

„Ich will nichts, was ich nicht gewonnen habe“, sagt Federico im ersten Teil des Films und subsumiert mit diesem Satz das Grundgerüst der Handlung, geht es doch im Grunde stets um das Spiel, das notwendige Glück und vor allem den Sieg. Allerdings praktizieren Federico und eine Gruppe Gleichgesinnter ganz eigenartige Spielformen, die das Glück des Gegners in extremer Hinsicht herausfordern: Ein Mann überquert nachts mit verbundenen Augen eine vielbefahrene Autobahn; Spieler rennen mit verbundenen Augen durch den Wald und werden von den im Weg stehenden Bäumen gestoppt oder nicht, zwei Gegner spielen russisches Roulette mit nur einer leeren Patronenkammer im Revolver statt der klassischen Variante mit einer Kugel. Teilnehmer dieser seltsamen Spiele sind Menschen, die in ihrer Vergangenheit besonders viel Glück bewiesen haben, also einen Autounfall überlebten (Sara) oder einen Flugzeugabsturz (Tomás) oder sogar das Konzentrationslager (Samuel). Doch damit nicht genug: Neben Häusern, Finanzvermögen oder kleinen Fingern wird das Glück selbst zum Jeton – in Form von Polaroid-Fotos der eigenen oder einer fremden Person, die dem Gewinner im nächsten Spiel noch größeres Glück bescheren soll. In einer Welt, in der Geld als Objekt der Begierde angesichts des Überflusses uninteressant geworden ist, wird (der Glaube an) Glück zum neuen Tausch- und Sammelobjekt. Tómas wird zu Beginn durch Federico in die Gruppe der Glücks-Junkies eingeführt und taucht langsam in die Welt dieser Subkultur ein, die mit ihrem vergötterten Altvater Samuel beinahe schon sektenhafte Züge trägt. „Intacto“ ist ein glänzend fotografierter Debütfilm mit einem respektablen Drehbuch, der zwar Anleihen bei erfolgreichen Thrillern der letzten Jahre wie „Unbreakable – Unzerbrechlich“ (fd 34 624) oder „Memento“ (fd 35 173) nimmt, letztlich jedoch – abgesehen von einigen dramaturgischen Schwächen – zu einer originellen filmischen Verdichtung seines Themas findet.





DETAILS

Intacto

DVD
Originaltitel: Intacto (Thriller, Spanien 2001), ca. 104 Minuten
FSK 16
DVD im Handel seit 09.09.03

Extras

Making of; Trailer

Darsteller

Max von Sydow (Minority Report, James Bond 007: Sag niemals nie, Dune – Der Wüstenplanet)
Leonardo Sbaraglia (Nowhere, Deseo, Die Nacht der tausend Schreie)
Eusebio Poncela (Matador, Das Gesetz der Begierde, Sagitario)
Mónica López (El otro barrio, Todo es mentira)

Stab

Regie: Juan Carlos Fresnadillo
Drehbuch: Juan Carlos Fresnadillo, Andrés Koppel
Kamera: Xavier Jimenez
Produktion: Fernando Bovaira, Enrique Lopez-Lavigne

Technische Angaben

Bild: 2,35:1 (anamorph)
Sprachen/Ton: Deutsch, Spanisch (5.1 Dolby Digital)
Untertitel: Deutsch

TRAILERAUSWAHL

GROSS (640x360, 8.1 MB)

Angaben zum Vertrieb

Bst.-Nr. 500578, EAN 4006680028279







 
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