Ein Sommerwind durchstreift die reifen Kornfelder. Wie ein goldgelbes Meer wogen sie auf den Hügeln, erstrecken sich bis zum Horizont. Die Sonne brennt vom tiefblauen Himmel. Der Sommer 1978 ist der heißeste seit Jahren und scheint das Leben im süditalienischen Apulien zu paralysieren.
In einem winzigen Dorf inmitten der Kornwüste stehen ein paar Häuser. Die Erwachsenen versuchen der Hitze zu entgehen, die Kinder jagen der Abwechslung hinterher, sehnen sich nach Abenteuern.
Hier lebt der neunjährige Michele mit seiner Schwester Maria und den Eltern. Als er mit Freunden an einem verlassenen Gutshaus spielt, entdeckt er im Erdboden ein tiefes Loch. Er schaut neugierig hinein, und in der Dunkelheit macht er eine blasse, menschenähnliche Gestalt aus. Michele erschrickt und sucht das Weite.
Doch das Wesen im Loch lässt ihm keine Ruhe, er kehrt zurück und erkennt die Wahrheit. Wie ein Hund wird ein Junge in der Grube gefangen gehalten, spricht wirr und ist der festen Überzeugung, schon tot zu sein. Finsternis, Isolation und Angst haben ihm arg zugesetzt.
Michele wagt nicht, mit jemandem darüber zu reden, versorgt den Wolfsjungen mit Wasser und Brot. Als er der furchtbaren Wahrheit auf die Spur kommt – die Erwachsenen des Dorfes stecken hinter einer abgründigen Verzweiflungstat – muß er all seinen Mut zusammennehmen, um dem Opfer zu helfen.
Ein lebensgefährliches Unterfangen ...

Mit dem atmosphärischen Drama stellt OSCAR-Preisträger Gabriele Salvatores einmal mehr die Vielfältigkeit seines Schaffens unter Beweis. In überwältigend poetischen Bildern und stimmungsvollen Szenarien fängt er den schmerzhaften Prozess des Erwachsenwerdens ein. Er preist den Mut des Einzelnen, für Gerechtigkeit einzustehen und skizziert kritisch das ökonomische Gefälle zwischen Nord- und Süditalien.
Die vielschichtige Verfilmung von Niccolò Ammanitis Roman „Die Herren des Hügels“ war 2003 im Wettbewerb der Berlinale zu sehen und lief im Frühjahr 2003 in den italienischen Kinos, mit großem Erfolg bei Publikum und Kritik. Bei der Vergabe des italienischen OSCARS David-di-Donatello 2003 war ICH HABE KEINE ANGST einer der großen Gewinner und wurde unter anderem für Regie, Nebendarsteller und Bildgestaltung prämiert.

nach dem Roman “Die Herren des Hügels” von Niccolò Ammaniti, erschienen bei C. Bertelsmann Verlag





DETAILS

Ich habe keine Angst

Originaltitel: Io non ho paura (Drama, Italien / Spanien / Großbritannien 2002), 109 Minuten
FSK 12
Kinostart: 18.12.03

Darsteller

Aitana Sánchez-Gijón, Dino Abbrescia, Giuseppe Cristiano, Diego Abatantuono, u.a.,

Stab

Regie: Gabriele Salvatores
Drehbuch: Niccolò Ammaniti und Francesca Marciano
Kamera: Italo Daniele Petriccione
Produktion: Maurizio Totti, Riccardo Tozzi, Giovanni Stabilini und Marco Chimenz

Technische Angaben

Format: 35 mm, Cinemascope
Ton: Dolby-SRD

TRAILERAUSWAHL

GROSS (640x360, 7 MB)



 
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