Das Verbrechen des Herrn Lange

In einem kleinen Hotel an der belgischen Grenze taucht ein Mann mit seiner Freundin auf, der den Gästen gleich aus den Nachrichten bekannt ist: Der Schriftsteller Amédée Lange hat seinen Verleger Batala ermordet und befindet sich auf der Flucht. Seine Begleiterin und Freundin Valentine lässt es sich nicht nehmen, den anderen Hotelgästen detailliert den Hergang besagter Tat zu schildern, denn der von Lange erschossene Verleger war ein zynischer, charakterloser Kapitalist, dessen Angestellte im Zusammenschluss das Unternehmen vor dem Konkurs zu bewahren versuchten, während er selbst sich der Verantwortung entzogen hatte und geflohen war. Dass Lange ihn bei seiner anschließenden Rückkehr erschoss, erregt schließlich Sympathie bei den Menschen, und sie beschließen, ihn bei seiner Flucht zu unterstützen.

Der große Jean Renoir wirft in seinem recht frühen Film von 1936 einen tragikomischen Blick auf Das Verbrechen des Herrn Lange, das darin besteht, seinen Chef, einen allseits unbeliebten, korrupten und zynischen Verlagsdirektor, zu ermorden, und durch das sich Lange die Sympathie der Arbeiterklasse und des Kleinbürgertums sichert. Der Film gilt als Schlüsselfilm des sogenannten "Volksfront"-Kinos, das sich auf die Solidarität der arbeitenden Klassen beruft.





DETAILS

Das Verbrechen des Herrn Lange

VoD
Originaltitel: Le Crime de Monsieur Lange (Drama, Komödie, Frankreich 1936)
FSK 12

Darsteller

René Lefèvre ("Der Körper meines Feindes", "Der Teufel mit der weißen Weste", "Ein Mann zuviel")
Florelle ("Die Verdammten", "Die Herrin von Atlantis", "Liliom")
Jules Berry ("Der Teufel gibt sich die Ehre", "Der Tag bricht an", "Herzdame")
Marcel Lévesque ("Die Vampire", "Wetterleuchten")
Odette Talazac ("Die Spielregel", "Mayerling", "Die Million")

Stab

Regie: Jean Renoir
Drehbuch: Jean Castanier, Jacques Prévert, Jean Renoir
Kamera: Jean Bachelet
Produktion: Jean Renoir, André Halley des Fontaines









 
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